WhiteTapes ist hier schon ein Weilchen nicht mehr, uns findet ihr ganz einfach und komfortabel unter:
Iain Archer – To The Pine Roots
•Januar 9, 2009 • 1 Kommentar
Iain Archer hat nicht nur einen tollen Namen, sondern machte sich auch bereits in den 90er Jahren in Kennerkreisen einen Namen als als Singer-Songwriter, spielte eine Weile mit Gary Lightbody in einer Band namens Snow Patrol, um 2004 wieder mit dem Album „Flood The Tanks“ seine Solo-Karriere voran zu treiben. Nebenbei griff er Snow Patrol noch einmal für das Album „Final Straw“ unter die Arme, mit dem sie dann ihren großen Durchbruch in England feierten, unterstützte Fionn Regan in seiner Tour-Band und betreibt mit Gary Lightbody aktiv das Projekt The Reindeer Section (bekannt u.a. aus Grey’s Anatomy, hier wurde das Stück „You Are My Joy“ gefeatured).
Größere Aufmerksamkeit erfuhr er mit seinem 2007er Album „Magnetic North“, unter anderem auch, weil das Stück „Canal Song“ in Grey’s Anatomy gefeatured wurde (vermutlich auch, weil die Produzenten ihn und Herrn Lightbody sehr mögen). Mit großer Myspace-Gefolgschaft und dem Glauben an die vielfältigen Möglichkeiten eines erfolgreichen Selbstvertriebs in Zeiten des Web2.0 hat er nun das Album „To The Pine Roots“ bereits auf eigene Faust veröffentlicht, sein Label hat das Nachsehen und darf erst im März mit dem offiziellen Release ran. Auf „The Pine Roots“ zeigt sich Iain noch reduzierter, als auf seinen ersten beiden Alben. Die elektrische Gitarre hat er in die Ecke seines Studios verbannt, seine tiefgründigen Geschichten erzählt er nur begleitet von einer akustischen Gitarre und dem spärlichen Einsatz von Schlagzeug, teils auch noch einer Flöte und einer Background-Sängerin / eines Background-Chors. Auch wenn der Instrumenten-Einsatz reduzierter ist, ist die Stimmung des Albums noch dichter als auf den Vorgängern, was vor allem auch darin bedingt ist, dass Iain’s fragiler Gesang noch mehr in den Vordergrund gerückt ist. Auch die Schwere, die weiten Teilen seiner Vorgängeralben innewohnte ist einem zum Tagträumen einladenden, erhebendem Optimismus gewichen. Dabei sind Stücke, wie „The Acrobat“, oder „Everest“ so schön, dass sie schon beim ersten Albumdurchlauf zum Repeat drücken einladen.
Video zu „Minus Ten“ (Album „Magnetic North“)
kostenloser Download von „Boy Boy Boy“ (right click) vom Album „Flood The Tanks“.
Iain Archer’s Homepage
Iain Archer’s Myspace
Iain WhiteTapes
Various Artists – Sleepwalk A Selection By Optimo (Espacio)
•Januar 8, 2009 • Hinterlasse einen Kommentar
Wer bei einem von den Resident DJs des Glasgower Clubs Optimo (Espacio) zusammen gestellten Samplers damit rechnet von der ersten bis zur letzten Minute durchzutanzen, der hat entweder ein seltsames Verständnis von Tanzmusik, oder geht etwas blauäugig an die Sache ran. Zum zehnjährigen Jubiläum des Optimo (Espacio) haben DJ Twitch und DJ Wilkes sich zusammen gesetzt und mit „Sleepwalk“ 19 Songs zum nehmen wir es einmal wörtlich schlafwandeln, vorgelegt.
Wie ihr Club haben auch die beiden DJs sich über die letzten zehn Jahre auch über England hinaus einen Namen gemacht, das auch insbesondere durch ihr geschicktes Händchen bei der Zusammenstellung von Playlists. Auf „Sleepwalk“ vereinen Twitch und Wilkes Ambient-Musik für Chillout-Areas und den morgen nach der Party in einer verträumten Zusammenstellung von dem, was den beiden Club-Gründern in den letzten 30 Jahren abseits von Mainstream und Nightclub durch die Ohren ging. Ebenso wie sie dabei darauf pfeifen, als DJ gleich auch Dance-Musik auf einen Sampler packen zu müssen, halten sie auch offensichtlich nichts von Genregrenzen und vereinen die 80er Jahre Underground-Könige Tuxedomoon mit Arthur Russell, Lee Hazlewood mit Raymond Scott und Cluster mit COIL. Neben den Perlen Tuxedomoon und Arthur Russell weiß auch der Abschluss-Song und Namensgeber „Sleepwalk“ von The Lady Vanishes zu überraschen, der wie der letzte Song auf einer Party dazu einlädt das Erlebte noch einmal kurz Revue passieren zu lassen, danach zu den Akten zu legen und sich im Fall von Twitch und Wilkes, auf die nächste Partynacht vorzubereiten.
Tuxedomoon – In A Manner Of Speaking
Releaseinfos bei Domino Records
Homepage des Optimo (Espacio)
Iain WhiteTapes
Mercy Arms – Mercy Arms (s/t)
•Januar 7, 2009 • Hinterlasse einen Kommentar
Mercy Arms aus Sidney gehören wahrscheinlich wie Cut Off Your Hands in die Kategorie hoffnungsvoller Newcomer 2009, auch wenn beide ihr Debütalbum schon 2008 in Australien veröffentlicht haben. Gerade Mercy Arms blicken bereits auf eine steile Karriere zurück, sie durften The Strokes, The Horrors, Cut/Copy und die Editors supporten, bekamen Mitte 2007 einen Vertrag mit einem Majorlabel und wurden auf Tournee quer durch Australien geschickt. Danach hatten das Quartett genug vom Leben mit dem Major, schaffte es sich aus dem Vertrag zu winden, suchte sich ein Independent-Label und nahm das selbstbetitelte Debüt-Album zusammen mit Produzent Tony Cohen (Nick Cave) auf.
Dabei hatten sie das Glück, dass sich der Hype um sie nach knapp 2 Jahren immer noch nicht abgenutzt hat, so dass sie bald ein neuer australischer Exportschlager werden dürften. Zu wünschen wäre es ihnen, denn gleich mit ihrem Debüt präsentieren sie Songs, die eher auf 10 und nicht auf 2 Jahre Banderfahrung hindeuten. Am meisten haben Mercy Arms wohl von der lebhaften Indie-Szene in Sydney profitiert, von der sie viel gelernt und sicherlich auch abgeschaut haben. Sänger Thom Moore trägt die Stücke mit einer derartigen Coolness vor, dass englische Jungs wie Miles Kane und Alex Turner, die im gleichen Alter sind, wie Chorknaben wirken. Musikalisch mischen Mercy Arms bunt Shoegaze, Post-Rock, 90er Jahre Indie-Rock à la Pavement und etwas 80′s Pop à la The Cure. Das klingt dabei allerdings nicht nach einem langweiligen Abklatsch, sondern durchaus spannend und vor allem erfrischend, denn im Gegensatz zu dem, was 2008 heiß war, kommen Mercy Arms ganz ohne Weltmusik und Buschtrommeln aus. Gerade diese Bodenständigkeit im Sound macht die Musik dieser Vier verdammt sympathisch und zu einem echten Hör-Erlebnis und eben zu einer Band, die man dieses Jahr auf jeden Fall im Auge behalten sollte.
Video zu „Half Right“
Iain WhiteTapes
Hot in 2009 – die Indie-Trendvorhersage
•Januar 7, 2009 • Hinterlasse einen KommentarMit 2008 ist nun offiziell abgeschlossen, auch laut Knigge wünscht man seit heute nicht mehr „Frohes Neues Jahr“, also schauen wir nach vorn, denn wir sind doch viel zu neugierig, um das, was 2009 für uns bereit hält einfach auf uns zukommen zu lassen. Wir wollen doch alle jetzt schon wissen, was dieses Jahr heiß ist, um vor allen anderen sagen zu können, „die kannte ich schon“, oder auch „die fand ich schon scheiße, bevor alle anderen die gut fanden“. Wir zeigen euch in diesem Beitrag, wo ihr geschmacklich dieses Jahr trendsicher zugreifen könnt. Weiterlesen ‘Hot in 2009 – die Indie-Trendvorhersage’
Isobel Campbell & Mark Lanegan – Keep Me In Mind Sweetheart EP
•Januar 6, 2009 • Hinterlasse einen Kommentar
Weihnachten ist nun schon ein paar Tage vorbei und damit auch das nachträgliche Resteessen überstanden, da ist es dann auch nicht mehr schlimm, wenn Künstler mit einer EP noch einen Nachschlag veröffentlichen. Einen Nachschlag, der sich dadurch auszeichnet aus sechs Tracks zu bestehen, die keinen Platz mehr auf dem Album gefunden haben. Wer jetzt schon wieder Bauchweh bekommt, der kann beruhigt sein, bei dieser Resteverwertungs-EP von Belle & Sebastian Sängerin Isobel Campbell und Screaming Trees Frontmann Mark Lanegan handelt es sich nicht um aufgewärmte Bockwürste, sondern um durchaus schmackhafte Entenbrust.
Oder einfacher ausgedrückt, alle sechs Tracks hätten es auch verdient auf dem gemeinsamen Album „Sunday At Devil Dirt“. Mark Lanegan croont sich gewohnt cool durch die sanften Folksongs und lässt sich dabei sanft von Isobel Campbell umschmeicheln. Die Stärke der beiden so gegensätzlichen Stimmen liegt dabei darin, dass die Stücke auch ohne das Zusammenspiel wunderbar funktionieren würden, sie aber durch die geschickte Kombination noch mehr an Tiefe gewinnen. Einzig der Sinn des „Violin Tango“ möchte sich nicht so ganz erschließen, ein eigentlich ganz nettes 90-sekündiges Violinensolo, das allerdings völlig deplatziert zwischen der sanften Lanegan Solo-Nummer „Asleep On A Sixpence“ und dem countryesken Duett „Rambling Rose“ dahin fiedelt. Ein solcher Song ist eher ein EP-Abschluss. Der größte Vorteil der EP ist zudem die Beschränkung auf sechs Tracks, auf Albumlänge haben die Songs dieses ungleichen Paares nämlich durchaus ihre Längen.
„Keep Me In Mind Sweetheart“ (live im BBC)
Myspace Isobel Campbell
Myspace Mark Lanegan
Iain WhiteTapes
Franz Ferdinand – Im März auf Tour
•Januar 5, 2009 • Hinterlasse einen Kommentar
2009 wird das Jahr der dritten Alben englischer Hype-Bands. Nachdem Bloc Party bereits im letzten Jahr mit Intimacy und The Futureheads mit „This Is Not The World“ vorgelegt haben, wollen sich in den folgenden Monaten The Rakes, Maxïmo Park und bereits am 23. Januar Franz Ferdinand beweisen. Dann nämlich steht „Tonight: Franz Ferdinand“ in den Läden und spätestens dann gibt es auch Gewissheit, ob die Schotten auch mit Album Nummer 3 noch zu überzeugen wissen. Die Vorab-Single „Ulysses“ verspricht auf jeden Fall schon einmal nur Gutes, da fällt die Vorfreude auf die im März anstehenden Konzerte natürlich noch größer aus:
14. März, KÖLN, Palladium
24. März, HAMBURG, Docks
25. März, BERLIN, Columbiahalle
26. März, MÜNCHEN, Tonhalle
Vorab-Video zu „Ulysses“
Myspace der Band
Franz Ferdinand bei Verstärker
Ariane WhiteTapes
Tulp – Metronom
•Januar 5, 2009 • Hinterlasse einen Kommentar
Bocholt ist nicht gerade eine Stadt von Weltruf, schon gar nicht von musikalischem. Immerhin ist sie mit knapp 73.000 Einwohnern eine der größeren Städte im Münsterland, nach Düsseldorf und zum Haldern-Pop Festival ist es auch nicht sehr weit. Gute Chancen also auf eine gute musikalische Sozialisation, die zumindest drei Einwohner genutzt haben, bekannt unter dem Namen Tulp. Ob die Namenswahl in der Nähe zu den Niederlanden begründet liegt ist leider nicht bekannt, wohl aber, dass die Bocholter Tulpen nach den Alben „Sonderbar“ und „Wieder Sex“ im Eigenvertrieb nun als Quintett „Metronom“, das dritte Album und zugleich das erste mit Labelunterstützung veröffentlichen.
Seit der Gründung hat es die Mitglieder nach Bremen und andere deutsche Städte verschlagen, zum Willen sich musikalisch auszutoben gesellt sich nun also auch noch Lebenserfahrung, oder zumindest die Tatsache, dass die Jungs durch unterschiedliche Wohnorte auch unterschiedliche Erfahrungen machen, die Einflüsse sich also immer vielfältiger gestalten. Sänger und Songwriter Kay Lehmkuhl scheint dabei viel Kettcar gehört zu haben, nicht aus musikalischer, aber aus textlicher Sicht drängt sich dieser Vergleich gerade zu auf. Denn wie bei Markus Wiebusch, weiß wohl nur Kay Lehmkuhl selbst, was er uns da sagen will, aber das ist auch das schöne an Texten, wenn die Interpretation dem Hörer selbst überlassen bleibt. Musikalisch lassen sich die fünf Tulpen als eine entspannte Mischung aus Jeff Buckley, Blumfeld und Hamburger Schule bezeichnen. Besonders der Song „Reise“ wirkt auch gerade wegen der Stimmexperimente von Sänger Lehmkuhl wie ein Buckley-Gedächtnis-Song. Auch wenn „Metronom“ teilweise eine Spur zu entspannt daher kommt ist es durchaus ein Album mit einigen Momenten, die so gelungen sind, dass andere deutsche Bands dafür vermutlich sogar ihre Seele an Dieter Bohlen verkaufen würden. Wobei eine Kettcar / Bohlen Kollabo ja durchaus auch mal interessant wäre.
Video zu „Hier Draußen“ (2006)
Myspace der Band
Homepage der Band
Homepage des Labels
Iain WhiteTapes
Replace Old Bookmarks And Links With New One
•Januar 4, 2009 • Hinterlasse einen KommentarAlles neu macht 2009, oder ohne Plattitüden: Wir sind umgezogen. Das zwar auch schon etwas länger, aber da die automatische Weiterleitung scheinbar doch nicht immer zum gewünschten Ergebnis führt hier ein kleiner Hinweis. Statt unter http://whitetapes.wordpress.com erreicht ihr uns nun dank der Wunder des Domainmapping unter http://whitetapes.com. Am Besten ihr aktualisiert gleich eure Links und Bookmarks.
Und um euch diese Umstellung etwas zu erleichtern schenken wir euch ein kleines Liedchen von Dear Reader, ganz unter dem Motto „alles neu…“, na ja ihr wisst schon. Dear Reader (Myspace der Band) stammen aus Südafrika und werden jetzt schon als so etwas wie die Indie-Folk-Newcomer des Jahres gehandelt. Das Album „Replace Why With Funny“ erscheint am 6. Februar bei City Slang, den Song „Dearheart“ könnt ihr jetzt schon hier downloaden (right click). Auf Tour kommen die beiden Dear Reader auch und zwar in folgende Städte:
10. Februar, BERLIN, Admiralspalast
11. Februar, HAMBURG, Kampnagel
12. Februar, KÖLN, Museum Ludwig
Viel Spaß mit Dear Reader und ab morgen wieder: Tägliche Updates, viele neue Reviews, Interviews und was sonst gerade neu und interessant ist, oder kurz gesagt, wir freuen uns auf das Jahr mit euch.
Ariane WhiteTapes
Sky Larkin – mit The Golden Spike auf Tour
•Januar 2, 2009 • 2 Kommentare
Sky Larkin aus Leeds sind ja inzwischen zu einer unserer Lieblingsbands geworden, am 06. Februar erscheint nun mit „The Golden Spike“ auch endlich ihr lang erwartetes Debüt-Album. Darauf enthalten natürlich auch der Song „Molten“ (hier im Download), der uns bereits das Jahr 2008 extrem versüßt hat. Mit einigen neuen Songs, aber auch altbewährten im Gepäck machen sich die drei Sky Larkins nun im Februar auf den Weg ihre erste Headlining-Tour durch Deutschland zu bestreiten. Also, euren jungfräulichen Kalender geschnappt und gleich die Termine eingetragen:
25. Februar, KÖLN, Gebäude 9
27. Februar, HAMBURG, Molotow
28. Februar, SCHORNDORF, Manufaktur
01. März, MÜNCHEN, Ampere
03. März, BERLIN, Magnet
Video zu „Beeline“:
Iain WhiteTapes
